Familie Vogg
Zhang Wan Fu
Heiko Klisch
Tanglang

Tanglang (oder korrekter Tanglangquan):

“Stil der Gottesanbeterin”, im 17. Jahrhundert von WANG LANG gegründet.

Geschichte und Legende:

Der Shaolin-Mönch WANG LANG hielt sich selbst für unschlagbar und forderte daher permanent andere Mönche zum Zweikampf heraus. Eines Tages wurde er von einem rangniederen Mönch besiegt, was ihn ein ganzes Jahr zum Selbststudium in die Berge trieb. Nach seiner Rückkehr ins Shaolin-Kloster hatte er seine Fähigkeiten wesentlich verbessert, wurde aber vom Abt des Klosters bezwungen. Erneut zog er in die Berge, um zu üben. Eines Morgens beobachtete er den Kampf zwischen einer Gottesanbeterin und einer Heuschrecke. Wochenlang studierte er das Tier, um seine Bewegungen imitieren zu können. Nach einem Jahr kehrte er ins Shaolin-Kloster zurück und konnte nun alle Mönche im Kampf besiegen. Später vervollständigte er seinen Stil durch die Bewegungen anderer Tiere uns studierte auch den Schwertkampf.

Text (mit einigen Auslassungen) zitiert aus “Das Lexikon der Kampfkünste” von Werner Lind, Sportverlag Berlin von 1999.

Wie bei vielen chinesischen Kungfu-Stilen gibt es auch beim Tanglang mehr als nur eine Fassung der Legende über das Entstehen des Stils. Wer sich mehr für die Theorie interessiert, sei auf http://php.indiana.edu/~iprofati/home1.html verwiesen. Dort finden sich mehrere Fassungen der Entstehungslegende, Infos über verschiedene Stile des Tanglangs und auch etliche alte Photos.
Wer sich jedoch für die Praxis interessiert, und das Glück hat, bei Hamburg zu wohnen, sei an Heiko Klisch und seine Schule Wu Dao in Hamburg verwiesen.

Der Vollständigkeit halber: Klar gibt es auch noch andere Tanglang-Lehrer. Da es wie bei allen Kampfstilen schwer ist, die Qualität eines Lehrers abzuschätzen, nennen wir hier nur die, die wir auch kennen.

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